Die Paranuss – DER Selenlieferant in der pflanzlichen Ernährung

Heute möchte ich Euch die Paranuss etwas vorstellen. Bei der Paranuss handelt es sich um eine Nuss, die ihre Heimat in Brasilien, Peru und Bolivien hat. Sie ist benannt nach der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Para. Paranussbäume sind sehr hoch wachsende Bäume, die auf Boden mit hohem Selengehalt wachsen.[1]

Durch den Boden nehmen die Bäume Selen auf, welches sich dann in den Nüssen wiederfindet. Kein anderes Lebensmittel enthält daher so viel Selen wie diese Nuss.[2]

Die Angaben für den Selengehalt von Paranüssen schwanken je nach Literatur von 800- 8500 mikrogramm/100 g. [3] Eine einzige Nuss kann Quellen zur Folge zwischen 70 und 90 mikrogramm Selen enthalten.[4] Schon ein bis zwei Paranüssen am Tag decken demnach den täglichen Bedarf an Selen[5],[6], der laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 70 mikrogramm Selen pro Tag für Erwachsene liegt. [7]

Aber Achtung!! An einem Tag sollten keinesfalls mehr als eine kleine Handvoll Paranüsse zu sich genommen werden, da dies zu einer Überdosierung an Selen führen könnte. Mögliche Folgen wären Verdauungsstörungen, Haarausfall und Kopfschmerzen. Der Atem einer vergifteten Person soll nach Knoblauch riechen.[8]

Weitere pflanzliche Selenquellen sind Kohlsorten wie beispielsweise Brokkoli oder Weißkohl, Zwiebelgemüse, Pilze, Spargel oder Hülsenfrüchte. Der Gehalt in pflanzlichen Lebensmitteln ist abhängig vom Selengehalt der Böden.[9] Auch tierische Lebensmittel wie Fleisch und Eier enthalten oft Selen, da die Tiere häufig mit Futtermitteln gefüttert wurden, denen Selen zugesetzt wurde. [10]

Selen ist ein essentielles Spurenelement und Bestandteil der Aminosäure Selenocystein.

Eine ausreichende Selenzufuhr kann vor Erkrankungen wie Krebs, Infektionen und kardiovaskulären Erkrankungen schützen.[11] Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme und wirkt antioxidativ. Selen kann deswegen den Organismus vor Zellschädigungen durch Radikale schützen.[12]

Die Paranuss hat neben Selen auch noch mehr zu bieten. Sie ist eine gute Energiequelle, da sie sehr fettreich ist und gesunde, ungesättigte Fettsäuren enthält.

Neben Selen und Fett liefert diese Nuss auch Ballaststoffe, Natrium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Calcium, Eisen, Zink, Vitamin C, Vitamin B6, Vitamin B 12 und Vitamin E.[13]

Alles in allem ein sehr gesunder und leckerer Snack für zwischendurch und insbesondere für Veganer der Selenlieferant schlechthin!

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[1] Vgl. Verlag Neuer Merkur (Hrsg.) (1998): Ökotrophologie. Ausgewählte Fachthemen, Verlag Neuer Merkur, München, 1998, 1. Auflage, S. 60.

[2] Vgl. Schwarz, G. (2012): Gesund mit Nüssen. Immunstärkend. Darmregulierend. Demenzvorbeugend, Herbig Verlag, München, 2012.

[3] Vgl. Thomsen C. D. at al. (2008): Brazil nuts: an effective way to improve selenium status, Am J Clin Nutr February 2008, vol. 87 no. 2, S. 379-384, URL: http://ajcn.nutrition.org/content/87/2/379.long. 

[4] Vgl. Office of Dietary Supplements (2013): Are Brazil nuts a good way to get enough selenium?, URL: https://ods.od.nih.gov/News/The_Scoop_-_February_2013.aspx#1, abgerufen am 19.09.17.

[5] Vgl. Office of Dietary Supplements (2013): Are Brazil nuts a good way to get enough selenium?, URL: https://ods.od.nih.gov/News/The_Scoop_-_February_2013.aspx#1, abgerufen am 19.09.17.

[6] Vgl. Thomsen C. D. at al. (2008): Brazil nuts: an effective way to improve selenium status, Am J Clin Nutr February 2008, vol. 87 no. 2, S. 379-384, URL: http://ajcn.nutrition.org/content/87/2/379.long. 

[7] Vgl. DGE (2017): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen, URL: http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/selen/, abgerufen am 18.09.17.

[8] Vgl. Office of Dietary Supplements (2013): Are Brazil nuts a good way to get enough selenium?, URL: https://ods.od.nih.gov/News/The_Scoop_-_February_2013.aspx#1, abgerufen am 19.09.17.

[9] Vgl. DGE (2017): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen, URL: http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/selen/, abgerufen am 18.09.17.

[10] Vgl. DGE (2017): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen, URL: http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/selen/, abgerufen am 18.09.17.

[11] Vgl. Biesalski H. K. at al. (Hrsg.) (2010): Ernährungsmedizin. Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010, 4. Auflage, S. 217ff.

[12] Vgl. DGE (2017): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen, URL: http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/selen/, abgerufen am 18.09.17.

[13] Vgl. Gartenjournal (Hrsg.) (o. J.): Die Paranuss – Nuss mit dem höchsten Selengehalt, URL: http://www.gartenjournal.net/paranuss-selen, abgerufen am: 16.09.17.

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